AMIRA ESCORTS – High Class Escort München

Nr. 02 · August

Escort Date: Die Stunde davor

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Die Bestätigung kommt am frühen Nachmittag, knapp, in der Sprache, die die Agentur und ich miteinander entwickelt haben: Name des Hotels, Uhrzeit, Rahmen, ein Satz über den Mann. Mehr braucht es nicht, und mehr will ich auch gar nicht wissen. Ab diesem Moment gehört der Abend nicht mehr mir. Er gehört einer Vorstellung — seiner von mir, meiner von ihm — und die Stunde davor ist die Zeit, in der ich aus meinem Tag in diese Vorstellung hinüberwechsle.

Es fängt banal an. Ich koche mir etwas Leichtes, weil ich nie weiß, ob es beim Dinner wirklich Essen gibt oder nur Gespräch mit Gedeck. Ich lege das Handy mit der Vorderseite nach unten. Dann die Dusche, länger als nötig, weil warmes Wasser der einzige Übergang ist, den dieser Beruf kennt: Man kommt aus einem Leben, in dem man einkaufen und Mails beantworten war, und geht in eines, in dem man für ein paar Stunden die aufmerksamste Frau im Zimmer sein wird. Das gelingt nicht per Knopfdruck. Es gelingt unter Wasser, beim langsamen Abtrocknen, beim Eincremen, das ich mit einer Sorgfalt mache, die niemand sehen wird und die trotzdem jeder bemerkt.

Die Kleidung ist eine eigene Entscheidung, jedes Mal. Ich kenne den Anlass, das Haus, die Jahreszeit — und lege drei Varianten aufs Bett und nehme dann doch die erste. Schwarz, weil schwarz in keiner Lobby der Welt falsch ist. Darunter das, was nur er sehen wird, wenn der Abend so verläuft, wie er es sich erhofft und ich es mir zutraue: Spitze, die ich mir ausgesucht habe, nicht er. Dieser Unterschied ist mir wichtig. Alles an diesem Abend wird geteilt, aber die Stunde davor gehört mir, und in dieser Stunde kleide ich mich für die Frau, die ich gleich sein werde — nicht für einen Auftrag.

Parfum zuletzt, zwei Spritzer, nie mehr. Ich habe gelernt, dass ein Duft das Erste ist, was bleibt, wenn sich eine Tür schließt, und das Letzte, was man kontrollieren kann.

In der Stunde davor bin ich niemandes Begleitung. Ich bin nur ich, auf dem Weg zu jemandem.

Die Fahrt ist der stille Teil. Ich fahre selbst oder lasse mich fahren, je nach Viertel, und schaue aus dem Fenster einer Stadt, die sich auf den Abend vorbereitet: Licht in den Schaufenstern, Paare vor Restaurants, jemand streitet am Bordstein. Ich denke in diesen Minuten erstaunlich wenig an ihn. Ich denke an Kleinigkeiten — ob ich die Einlage im Schuh spüren werde, ob ich getrunken habe, ob in der Handtasche alles ist, was ein diskreter Abend braucht. Und dann, unausweichlich, die eine Frage, die sich bei jeder Fahrt irgendwo zwischen zwei Ampeln einstellt: Wer wird die Tür öffnen? Nicht wie er aussieht — das ist die Frage der Anfängerin, und die habe ich vor Jahren abgelegt. Sondern: Wie wird er die Tür öffnen. Hastig, mit einem Blick über die Schulter, oder ruhig, als hätte er den ganzen Abend Zeit. Man lernt Menschen an Türen kennen, nicht an Profilen.

In der Lobby verlangsame ich. Ich habe gelernt, dass eine Frau, die zielstrebig zum Fahrstuhl geht, auffälliger ist als eine, die kurz stehen bleibt, die Bar betrachtet, das Haus auf sich wirken lässt. Ich sehe aus wie eine, die hier auf jemanden wartet — und genau das bin ich ja auch. Nur das Warten verkürze ich mir selbst. Niemand schaut her. Das ist das Erste, was man in diesem Beruf lernt: Die Welt ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um einen Abend wie diesen zu bemerken.

Im Fahrstuhl dann der letzte Blick in den Spiegel, und er ist nicht eitel, er ist ein Check wie bei einem Piloten vor dem Start: Haltung, Gesicht, Atem. Ich atme einmal tief durch. Vor der Zimmertür halte ich kurz inne — immer, bei jedem Haus, bei jeder Nummer — und in dieser einen Sekunde bin ich vollständig allein mit dem, was ich tue. Es ist keine Angst. Es ist eher ein Aufspüren: Da draußen war mein Tag, dahinter ist der Abend, und ich selbst bin die Tür dazwischen.

Dann klopfe ich. Zweimal, nicht zu laut. Was in den Sekunden bis zum Öffnen in mir vorgeht, lässt sich nicht erklären, nur wiederholen: eine helle, fast heitere Anspannung, als stünde ich am Anfang eines Weges, den nur ich gehen kann. Und wenn sich die Tür bewegt, ist die Stunde davor vorbei — und mit ihr dieses Tagebuch, denn was danach kommt, gehört zwei Menschen. Davon erzähle ich ein anderes Mal.

Alle Einträge beruhen auf tatsächlich Erlebtem. Namen, Orte und Zeitpunkte sind verändert oder weggelassen, Abende sind verdichtet — das Erlebte selbst ist echt.